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Informationsveranstaltung zur Trassenplanungen der Bahn Foto: SPD Seevetal

13. Januar 2023: Trassenplanung Bahnstrecke Hamburg/Bremen - Bürgerinitiativen laden zu Protestaktionen ein!

Protestaktionen am Samstag, den 14. Januar 2023:
Bürgerinitiativen leuchten überregional die geplante Neubaustrecke quer durch die Heide aus. Es wird protestiert und informiert. An verschiedenen Punkten wird es Bürgerveranstaltungen geben.

Bürgerinitiativen laden zu Protestaktionen am Samstag, den 14.01.2023

🔸14. Januar 2023

Der Protest gegen die von der Deutschen Bahn geplante Schienenneubaustrecke geht weiter!

Am Samstag, den 14.01.23 werden Protestaktionen von mehreren Bürgerinitiativen und Gemeinden, die von einem möglichen Trassenneubau betroffenden sind, stattfinden.

In Seevetal wird unter dem Motto "Hermann Löns - Die Trasse brennt" informiert und protestiert:

Bürgerinitiative "Y-Monster"
in Ramelsloh an der Marxener Straße/Schafsreller
um 16.00 Uhr

Infos unter: y-monster.de/hermann-loens-die-trasse-brennt


Werkstattgespräch mit der Bahn abgebrochen

🔸22. November 2022

Meldung Landkreis Harburg

▶️ Landrat Rainer Rempe und Kommunen fordern Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung
▶️ Klärung mit dem Bundesverkehrsministerium angestrebt

Mit möglichen Trassenplanungen der Bahnstrecke Hamburg/Bremen –Hannover und ihren Auswirkungen auf den Landkreis Harburg hat sich ein Kreis aus Bahnvertretern, Landkreis und betroffenen Kommunen am gestrigen Montagnachmittag beschäftigt. Die erste sogenannte „kommunale Planungswerkstatt“ der Deutschen Bahn AG für den Landkreis Harburg fand in sachlicher Atmosphäre statt und wurde doch nach vier Stunden abgebrochen. „Wir hatten den Eindruck, dass die Bahn nur über Details und nicht über Grundsätzliches reden will“, erläuterte Landrat Rainer Rempe. Weit auseinander liegen auch die Vorstellungen bei der Öffentlichkeitsarbeit: Nach Angaben der Bahn soll es lediglich noch eine Informationsveranstaltung geben. Landkreis und Kommunen fordern dagegen nachdrücklich eine bessere Bürgerbeteiligung. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen unbedingt umfassend informiert und in den Prozess eingebunden werden. So hingegen machen solche Treffen keinen Sinn“, so Rempe. Daher wurde das Gespräch abgebrochen, die Kommunen wollen nun beim Bundesverkehrsministerium mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einfordern.

Nach dem zuvor angekündigten Rückzug der Vertreter der Gemeinde Seevetal waren die Vertreter der Stadt Winsen, der Gemeinde Stelle, der Samtgemeinden Jesteburg, Hanstedt und Salzhausen, die Bürgermeister der betroffenen Mitgliedsgemeinden, Dr. Peter Dörsam als Sprecher des Projektbeirates Alpha E sowie Landrat Rainer Rempe und weitere Mitarbeitende zu dem Gespräch in Asendorf gekommen. Vor dem Eingang des Veranstaltungsortes machten Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen aus dem Landkreis ihrem Unmut über die Planungen der Bahn lautstark Luft.

Bei dem Gespräch forderte Landrat Rempe klare Aussagen zum Zeitplan und eine deutlich stärkere Öffentlichkeitsbeteiligung. Nach mehrfachen Nachfragen der kommunalen Vertreter wurde klar, dass die Bahn die technischen Unterlagen zu den einzelnen Trassenvarianten bereits beim Eisenbahnbundesamt vorgelegt hat und die DB-Netz im engen Kontakt mit der Behörde steht. Die Unterlagen sollen bis zum Jahresende vervollständigt werden, so dass ein Vergleich aller Trassen möglich sei, hieß es. Möglicherweise im April sollen sich dann die Gremien des Deutschen Bundestages damit befassen, bevor vor der Sommerpause das Plenum selbst eine Entscheidung zur Trasse treffen soll.

Weit auseinander liegen die Vorstellungen der kommunalen Vertreter und der Bahnmitarbeiter beim Thema Öffentlichkeitsarbeit. Das Bundesverkehrsministerium als Auftragsgeber habe vor der Bundestagsentscheidung keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen, hieß es von der DB Netz, die die Verantwortung dafür ablehnte. Es soll nur eine Informationsveranstaltung im ersten Quartal 2023 geben. „Das ist völlig unzureichend“, sagte Landrat Rempe.

Bürgermeister und Landrat hinterfragen grundsätzlich den Wert der Werkstattgespräche, wenn der Zeitdruck derart groß ist. Hinzu kommt: „Die bewertenden Unterlagen der Trassenvarianten insgesamt liegen uns immer noch nicht vor. Ohne diese Informationen können wir aber nicht über Trassenplanungen reden“, sagte Landrat Rempe. Die Kommunen wollen sich nun erneut an das Bundesverkehrsministerium wenden. „Wir wollen eine wirkliche Öffentlichkeitsbeteiligung und mehr Transparenz einfordern“, kündigte Rempe an.

Nach einem Austausch über die Planungen zur Bestandsstrecke bzw. dem bestandsnahen Ausbau wurde das Gespräch daher abgebrochen. Grundsätzlich sollen die Gespräche nach der Klärung mit dem Bundesverkehrsministerium aber weitergeführt werden.

Hintergrund: Die Deutsche Bahn AG treibt derzeit intensiv das Planungsverfahren zur Strecke zwischen Hamburg und Hannover voran. Dabei geht es um verschiedene Varianten zum Aus- und Neubau von Trassen. Dazu erstellt die Bahn derzeit drei Vergleichsvarianten: Bestand, bestandsnah und bestandsfern. Die erste Variante ist unter dem Begriff „Alpha E“ vom Dialogforum Schiene Nord 2015 geschnürt worden und wurde vom Beirat Alpha E begleitet. Die „Alpha E-Variante“ sieht unter anderem einen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hamburg – Hannover über Lüneburg und Celle vor. Doch daneben arbeitet die Bahn auch an weiteren Varianten, so auch an einer neuen bestandsfernen Trasse entlang der Autobahn 7. Landkreis und Kommunen fordern die im Dialogforum Schiene Nord in einem fundierten Prozess gefundene und in der Region breit getragene Lösung eines Ausbaus der Bestandsstrecke, die Ausbauplanungen Alpha E.

„Ein Bahnstrecken-Neubau durch den Landkreis Harburg ist nicht akzeptabel“, so Landrat Rempe. „Dabei würden Naturräume und Siedlungsgebiete brutal durchschnitten und einige Orte inselartig zwischen Autobahn und Bahn eingeschlossen. Wir erwarten einen sofortigen Verzicht auf Überlegungen für einen Neubau und eine Verwirklichung der Ausbauplanungen Alpha E.“



Bahn kündigt zum Trassenstreit Bürgergespräche an

🔸15. November 2022

Meldung Svenja Stadler, Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg:

Knapp 500 Interessierte führte es jetzt in die Burg Seevetal zu einer von Svenja Stadler organisierten Podiumsdiskussion über die strittigen Trassenpläne der Deutschen Bahn. „Ich kann mich an 2015 erinnern, als am Ende des Dialogforums Schiene Nord und dem Konsens für die Alpha E-Variante es von vielen Seiten hieß: so geht Bürgerbeteiligung, so geht Demokratie“, sagte Kirsten Lühmann, seinerzeit verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, in Hittfeld. Das dürfe man jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wer die Bürgermeinung ausklammert und mit einer Neubaustrecke um die Ecke kommt, müsse sich nicht über zunehmenden Demokratieverdruss wundern.

Frank Limprecht von der DB Netz AG machte deutlich, dass der reine Bestandsstreckenausbau die verkehrlichen Engpässe nicht beheben würde. „Gleichwohl haben wir drei Varianten aufbereitet, die sehr zeitnah in den politischen Befassungsprozess und die regionale Erörterung gehen werden: eine am Bestand orientierte, eine bestandsferne sowie eine bestandsnahe inklusive Ortsumfahrungen.“ Man plane, die Ergebnisse vor der parlamentarischen Sommerpause im kommenden Jahr in den Bundestag geben zu können, so Limprecht.

„Wir wollen die Verkehrswende und damit mehr Bahnverkehr“, betonte Martin Mützel vom VCD Niedersachsen und plädierte vehement für eine Neubaustrecke. „Die Bahntrassen müssen dahin, wo die wenigsten Menschen betroffen sind, und das ist in Seevetal der Fall.“ Solche und ähnliche Aussagen pro Neubau provozierten Zwischenrufe. Svenja Stadler verstand es, auf den Wunsch zum sachlichen Austausch zu verweisen und setzte diesen auch durch.

Dr. Peter Dörsam vom Projektbeirat Alpha E machte auf mehrere Ungereimtheiten in der Argumentation der Bahn aufmerksam. Zum Beispiel sei der Hinweis auf die Umsetzung des Deutschlandtaktes nicht haltbar, denn dafür brauche man noch Jahrzehnte, einen Bahnausbau vor Ort aber jetzt. „Außerdem ist der Deutschlandtakt ein System der Fahrzeitverkürzung, keine unumgängliche Maßgabe“, ergänzte Kirsten Lühmann.

„Egal, welche Trasse es wird, jede wird Zerschneidungen und Enteignungen zur Folge haben“, sagte Frank Limprecht. Denn auch ein Bestandsaubau beinhalte mitunter Neubauten. Am Ende der bis auf einzelne Unmutsäußerungen aus dem Publikum sehr respektvoll verlaufenen Diskussion hielt Svenja Stadler fest: „Ich denke, wir sollten das Ganze im ersten Quartal des kommenden Jahres wiederholen und sehen wie weit die Planungs- und Entscheidungsprozesse fortgeschritten sind!“ Selbst von der Bahn kam daraufhin ein deutlich vernehmbares: „Wir sind dabei!“ Bis dahin, so Limprecht, gehe man in jede Gemeinde, um die Bürgerinnen und Bürger anzuhören.


Öffentliche Podiumsdiskussion am 15. November in der Burg Seevetal zum Trassenstreit

🔸28. Oktober 2022

Meldung Svenja Stadler, Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg:

Seit bekannt ist, wie die Bahn sich den Trassenverlauf im Dreieck Hamburg – Bremen/Hannover aktuell vorstellt, sind die betroffenen Regionen im Landkreis Harburg alarmiert. Denn entgegen der auf dem Dialogform Schiene Nord 2015 beschlossenen Alpha E-Variante, die den bedarfsgerechten Ausbau von Bestandsstrecken beinhaltet, will die Bahn nun den Neubau. Viele Kommunen in der Region wären davon stark in Mitleidenschaft gezogen.

Svenja Stadler, die sich deutlich gegen einen Neubau positioniert hat, lädt zu dem Thema am
Dienstag, 15. November 2022, um 19 Uhr zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion in die Burg Seevetal, Am Göhlenbach 11, 21218 Seevetal-Hittfeld
ein. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Für das Podium sind vorgesehen:

  • Kirsten Lühmann, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und von 2014 bis 2021 verkehrspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
  • Frank Limprecht, Leiter Großprojekte im Regionalbereich Nord der DB Netz AG
  • Martin Mützel, Vorsitzender des VCD (Verkehrsclub Deutschland) Niedersachsen
  • Dr. Peter Dörsam, Sprecher des Projektbeirates Alpha E

Svenja Stadler MdB


Vier Infoveranstaltungen der Gemeinde Seevetal geplant

🔸5. Oktober 2022

Meldung Gemeinde Seevetal:
Nach dem aktuellen Planungsstand sollen die Gleise in Meckelfeld von der Bahnstrecke nach Bremen ausfädeln und von dort in südlicher Richtung über die Glüsinger Lohe, Fleestedt und Karoxbostel nach Hittfeld zur Heubruch-Siedlung führen. Von dort sieht die Planung ein kurzes Stück entlang der A7 weiter über Lindhorst, Helmstorf und Harmstorf nach Ramelsloh vor. Dort soll die bestehende Gütertrasse gequert und angeschlossen werden. Der weitere Verlauf erfolgt dann in Richtung Brackel weiter nach Süden.

Insgesamt müssten beim geplanten Trassenverlauf allein auf Seevetaler Gebiet zwei Autobahnen, fünf Kreisstraßen und zwei Eisenbahnstrecken mit großen Bauwerken gekreuzt werden. Die Strecke würde nahezu komplett in einer Dammlage von bis zu 30 m Höhe verlaufen.

Der aktuelle Stand soll jetzt in vier Informationsveranstaltungen durch die Gemeinde Seevetal vor Ort präsentiert werden. Auftakt ist am Freitag, 14. Oktober, um 18.30 Uhr in Meckelfeld im Helbach-Haus. Am Donnerstag, 20. Oktober, folgt eine Veranstaltung in der Karoxbosteler Wassermühle und eine Woche später am Donnerstag, 27. Oktober, folgt ein Infoabend in Ramelsloh in der Kirche. Veranstaltungsbeginn ist auch hier jeweils um 18.30 Uhr.

Den Abschluss bildet eine große Veranstaltung am Dienstag, 8. November, um 18 Uhr in der Burg Seevetal. Hier formiert sich dann auch offiziell die in den letzten Wochen entstandene Bürgerinitiative gegen die ICE-Trasse. Seevetals Bürgermeisterin und Initiatorin der Bürgerinitiative Emily Weede zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Unser Protest ist in Berlin angekommen, das haben die Gespräche in den letzten Tagen deutlich gezeigt.“ Sie erinnert erneut daran, dass sich die Gemeinde nicht grundsätzlich gegen eine Verbesserung des Schienenverkehrs zwischen Hamburg und Hannover stelle und betont noch einmal den auf einer Sondersitzung im September gefassten Ratsbeschluss: „Wir fordern die Deutsche Bahn auf, die 2015 ausgehandelte Streckenführung „Alpha E“ als verbindlich anzusehen und die Planungen an einer bestandsfernen Streckenführung einzustellen.“

Aktuelle Informationen gibt es auch auf www.seevetal.de/keine-trasse.


Wir schieben Alpha-E nicht auf´s Abstellgleis

🔸1. Oktober 2022

Meldung SPD-Unterbezirk Landkreis Harburg:

Die Landtagskandidatinnen der SPD, Steffi Menge (Buchholz), Sabine Schulz-Rakowski (Seevetal) und Sabine Lehmbeck (Winsen) sowie Landratskandidat Michael Cramm stehen fest hinter dem gefundenen Kompromiss zur 2015 beschlossenen Alpha E-Variante und erteilen einer Neubautrasse der Deutschen Bahn eine klare Absage.

„Jahrelang wurde um einen Kompromiss gerungen, doch nun hält sich die Bahn nicht an die Abmachungen. Die Menschen vor Ort fürchten die Zerstörung von Wasserschutzgebieten, Ortschaften, Lebensraum und landwirtschaftlichen Flächen. Es ist nicht hinnehmbar, dass das Verhandlungsergebnis mit Füßen getreten wird“, erklärt Sabine Lehmbeck.

Auch für Sabine Schulz-Rakowski sind diese einschneidenden Veränderungen für Mensch und Natur nicht gerechtfertigt, "Für Seevetal hätten die vorgelegten Pläne der Neubautrasse zur Folge, dass Natur- und Landschaftsschutzgebiete durchschnitten werden, dörfliche Strukturen sich verändern und Menschen ihr Zuhause verlieren. Und wofür? Die Bahn von Hamburg nach Hannover ist 9 Minuten schneller.“

Steffi Menge stellt klar, „Wichtig ist vor allem, dass die Menschen in den Landkreisen bei einer so wichtigen Infrastrukturmaßnahme beteiligt werden. Das Ergebnis jahrelanger Diskussionen darf nicht einfach durch eine neue Variante, die nicht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger findet, bedeutungslos werden.“

„Einsame Entscheidungen gegen den Bürgerwillen provozieren immer Widerstand. Sollte sich die Deutsche Bahn gegen den Kompromiss vom Bundesverkehrsminister entscheiden, werde ich mich als Landrat dafür einbringen, dass der Bürgerwille Beachtung findet. Auch mit öffentlichen Aktionen“, sagt Michael Cramm zu.

Bei einer Online-Veranstaltung mit Kirsten Lühmann am 23. September 2022 unterstützten die SPD-Mitglieder aus dem Landkreis den Kompromiss. Lühmann erläuterte die langjährigen Diskussionen und Vor- und Nachteile um verschiedene Streckenvarianten. Die Deutsche Bahn müsse Alpha E zwar planen, aber auch Alternativen wie beispielsweise eine Neubautrasse prüfen. Die Verkehrswende brauchen wir ab sofort und diese sei mit dem Ausbau der Bestandsstrecke realisierbar. Wohingegen ein Neubau voraussichtlich erst in 27 bis 30 Jahren verkehrswirksam würde – nach Ablauf eines Raumfeststellungsverfahrens, möglicher Klagen und dem Bereitstellen von Ausgleichsflächen.

Die SPD sieht den Ausbau der Bahninfrastruktur als wesentlichen Beitrag zur Verkehrswende. Die Alpha E-Variante ist erklärtes Ziel der SPD auf Landesebene. Das heißt, die SPD steht zum Ausbau der Bestandsstrecken zwischen Hamburg, Bremen und Hannover zu den Bedingungen der Region.

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die DB Netz AG drei mögliche Streckenvarianten auf Basis eines Kriterienkatalogs erneut prüft. Eine der Streckenvarianten würde nur teilweise entlang der Autobahn 7 führen und stattdessen in weiten Teilen direkt durch die Heide, Naturschutzgebiete und einzelne Orte. Eine endgültige Entscheidung, welche Variante, darunter auch Alpha-E, umgesetzt wird, gibt es derzeit leider noch nicht. Zum Ende des Jahres wird es einen Vorschlag der Bahn für eine Vorzugsvariante geben, über die der Bundestag abstimmen wird.


Svenja Stadlers Statement zur Bahntrassendiskussion

🔸27. September 2022

„Ich stehe nach wie vor zum Kompromiss des Dialogforums Schiene Nord. Dieses Forum ist ein gutes Beispiel für Bürgerbeteiligung und gelebte Demokratie. Es gibt keine Veranlassung dazu, die 2015 beschlossene Alpha E-Variante in Frage zu stellen. Die Bahn hat sich seinerzeit zum bedarfsgerechten Ausbau von Bestandsstrecken im Dreieck Bremen-Hamburg-Hannover bekannt, und diese Maßgabe ist umzusetzen.

Eines noch: Es ist mir leider nicht möglich, bei jeder Informationsveranstaltung oder Demonstration gegen die Neubaustrecke dabei zu sein. Aber ich kann allen, die mich zu dem Thema ansprechen, versichern: Im politischen Berlin führe ich viele Gespräche, um auf diesen Sachverhalt in unserer Region aufmerksam zu machen.“

Svenja Stadler
Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg
www.svenja-stadler.de


NABU kritisiert Neubaupläne zwischen Hamburg/Bremen und Hannover

🔸15. September 2022

Schienenausbau der Bahnstrecke „Alpha E“ ist einem Neubau vorzuziehen

Der NABU Niedersachsen spricht sich bezüglich der Bahnstrecke Hamburg/Bremen und Hannover auch weiterhin für den Schienenausbau der bereits 2015 vereinbarten Bahnstrecke „Alpha E“ aus und stellt sich gegen die aktuellen Planungen, einen Neubau anzustreben.

Der NABU unterstützt die Verbesserung des Schienenverkehrs und auch den Ausbau, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. „Ein Neubau fernab der bestehenden Trasse ist mit dem Natur- und Landschaftsschutz unvereinbar“, so Frederik Eggers, Teamleiter Natur- und Umweltschutz des NABU Niedersachsen. „Im Falle eines trassenfernen Neubaus kommt es zu einen erheblich erhöhten Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß, so dass der Klimaschutz konterkariert wird. Darüber hinaus drohen weitere Zerschneidungen des norddeutschen Naturraumes.“

Diese negativen Umweltauswirkungen und das Abweichen von der bereits 2015 im Dialogforum „Schiene Nord“ angestrebten Alternativlösung „Alpha E“ ist seitens des NABU Niedersachsen nicht hinnehmbar und konterkariert jegliche Dialogveranstaltungen der Deutschen Bahn und berechtigte Einwände der beteiligten Interessengruppen.

Mehr Informationen: NABU Meldung


Sondersitzung des Gemeinderates in Seevetal

🔸12. September 2022

Einstimmig sprach sich der Rat der Gemeinde Seevetal in seiner Sondersitzung am 12. September gegen die geplante Neubautrasse der Deutschen Bahn aus. Knapp 300 besorgte Seevetaler Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Sitzung in der proppevollen Burg Seevetal.

Der Rat der Gemeinde Seevetal hat nachfolgende Resolution beschlossen.

Resolution:
Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Seevetal fordern die Deutsche Bahn auf, die 2015 ausgehandelte Streckenführung „Alpha E“ als verbindlich anzusehen und die Planungen an einer bestandsfernen Streckenführung einzustellen.

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Trassenverlauf ice neubaustrecke PDF 34,7 MB

Treckerkorso mit Kundgebung gegen die ICE Neubaustrecke

🔸04. September 2022

Die Bürgerinitiative rief zu einem Treckerkorso durch Seevetal mit Abschlusskundgebung gegen die ICE-Neubaustrecke am Sonntag 04.09.2022 auf.

An dem Treckerkorso beteiligten sich 74 Trecker und an der anschliessenden Abschlusskundgebung an der Wassermühle in Karoxbostel nahmen rund 350 Teilnehmern teil. Auch Vertreter*innen der Bürgerinitiativen aus Bispingen und Egestorf waren dabei.

Seevetaler Bürgermeisterin Emily Weede stimmte die Teilnehmer bei der Abschluss-Kundgebung mit ihrer Ansprache kämperisch ein und wies einmal mehr darauf hin, dass unsere Ortschaften wie Meckelfeld und Glüsingen besonders stark unter den Bauplänen der Bahn zu leiden hätten. Auch Eigentumsverluste durch Enteignungen wurden angesprochen.

Neubaustrecke DB Foto: Lkr Harburg
Neubaustrecke DB Foto: Lkr Harburg

Meldung der Gemeinde Seevetal

🔸25. August 2022

Seevetal sagt NEIN zu einer ICE- Neubaustrecke durch die Gemeinde

Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Gemeinde Seevetal, die Bürgermeisterin und die Ortsbürgermeister der Gemeinde Seevetal fordern die Deutsche Bahn auf, die 2015 ausgehandelte Streckenführung „Alpha E“ als verbindlich anzusehen und die Planungen an einer bestandsfernen Streckenführung einzustellen.

Seevetals Bürgermeisterin protestiert zusammen mit den Ortsbürgermeistern und Mitgliedern des Verwaltungsausschusses gegen die Neubaupläne der Bahn © Gemeinde Seevetal

Seevetal ist extrem durch Autobahnen und Schienennetze belastet. Die vorgelegte Planung einer Neubaustrecke würde die Bürger in unerträglicher Weise zusätzlich belasten und ökologisch äußerst wertvolle Grüngürtel in Seevetal durchschneiden. Die Gemeinde Seevetal wird mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, so eine Streckenführung zu verhindern.

Gleichzeitig wurde vor Ort eine Bürgerinitiative (BI) gegründet. „Wir fordern jeden Seevetaler auf, dort Mitglied zu werden, um diesen Planungswahnsinn zu verhindern“ sagt Bürgermeisterin Emily Weede.

Am Montag, 12. September, wird es um 18 Uhr in der Burg Seevetal eine öffentliche Sondersitzung des Seevetaler Gemeinderates nur zu diesem Thema geben. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung“ so Emily Weede.

(see/mt)


Infoveranstaltung zur DB Trassenplanung für die Strecke Hamburg/Bremen - Hannover

🔸24. August 2022

Am 24 08.2022 fand eine Informationsveranstaltung der Gemeinde Seevetal zu der Trassenplanung der Deutschen Bahn für die Strecke Hamburg/Bremen - Hannover statt🔻

Nachfolgend einige Informationen zur
Trassenführung der geplanten ICE-Trasse durch das Gemeindegebiet:

Wie aus der angefügten Datei - Karte der geplanten Streckenführung - ersichtlich wird, durchtrennt diese die Gemeinde von Nord nach Süd. Hierbei werden drei BAB (A1, A7, A39) zu überqueren sein. In Meckelfeld wird die Trasse neben der bestehenden Strecke HH-HB geführt; dies kann nur auf einem neu zu erstellenden Baukörper realisiert werden. Im weiteren Verlauf ist es durch die Topografie nicht anders umsetzbar als durch ein Aufständern der Trasse.

In Hittfeld (Im Heubruch), ein Wohngebiet mit 3-geschossiger Bauweise, wird diese in Gebäudehöhe vorbeigeführt. Im weiteren Verlauf der Strecke wird die Trasse zwischen Lindhorst und Horst durch das "Alte Moor" bis nach Ramelsloh geführt, um dort auf das Niveau der Güterumfahrungsbahn und im weiteren Verlauf auf die Höhe der BAB A7 Trasse zu kommen.

Da der ICE auf der Strecke 200 Km/h fahren soll, kann dieser Höhenunterschied zwischen Meckelfeld-Glüsingen und Ramelsloh nicht anders ausgeglichen werden als über die oben beschriebene Bauweise. Beispiele wie diese Bauweise aussieht, gibt es an der A7 zwischen Kassel und Fulda anschaulich zu betrachten.

Auf der Informationsveranstaltung haben die anwesenden politischen Vertreter aus SPD, Grüne, CDU, Linke und FW sowie die Gemeinde Bürgermeisterin und Ortsbürgermeister*innen eine Resolution auf den Weg gebracht und eine Bürgerinitiative (BI) gegen diesen Wahnsinn gegründet. Der Name der BI steht noch nicht fest.

Im Weiteren wird es eine Sondersitzung des Rates der Gemeinde Seevetal am 12. September 2022, um 18.00 Uhr, in der Burg in Hittfeld geben. In der nächsten Woche beginnen die Ortsratssitzungen, auf denen es auch Informationen hierzu geben wird.

Andreas Rakowski
Vorsitzender
SPD Ortsverein Seevetal

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Bestandsnah und fern Lkr Harburg TP 1 PDF 6,4 MB

Landkreis Harburg stellt Informationen zur Verfügung

🔸14. Juli.2022

Ergänzung zur Meldung "Informationsveranstaltung von Landkreis Harburg und Kommunen zu den Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen - Hannover":
Der Landkreis Harburg stellt umfangreiche Informationen zu diesem Thema auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

Für alle, die den Termin nicht wahrnehmen konnten oder die vorliegenden Informationen noch einmal in Ruhe nachlesen möchten, hat der Landkreis Harburg die dort gestellten Fragen und Antworten sowie eine umfangreiche Präsentation veröffentlicht. Die Unterlagen finden sich auf den Internetseiten des Landkreises unter www.landkreis-harburg.de/alpha-e


Landkreis Harburg: Scharfe Kritik an der Bahn

🔸05. Juli 2022

Informationsveranstaltung Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen – Hannover Foto: Landkreis Harburg

Informationsveranstaltung von Landkreis Harburg und Kommunen zu den Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen - Hannover am 05.07.2022 in der Burg Seevetal

Deutliche Worte fanden die Redner bei der Informationsveranstaltung von Landkreis Harburg und Kommunen zu den Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen – Hannover, ihren Auswirkungen auf den Landkreis Harburg sowie der intransparenten Kommunikation der Deutschen Bahn AG. Sie fordern einen sofortigen Verzicht auf Überlegungen für einen Neubau entlang der Autobahn 7 und eine Verwirklichung der Ausbauplanungen Alpha E. Landrat Rainer Rempe und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann äußerten außerdem massive Kritik am Vorgehen und an der intransparenten Informationspolitik der Bahn. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher waren am Dienstagabend zu der Veranstaltung in die Burg Seevetal gekommen und äußerten ebenfalls deutlich ihr Unverständnis über die Planungen.

Die Deutsche Bahn AG treibt derzeit intensiv das Planungsverfahren zur Strecke zwischen Hamburg und Hannover voran. Dabei geht es um verschiedene Varianten zum Aus- und Neubau von Trassen. Dazu erstellt die Bahn derzeit drei Vergleichsvarianten: Bestand, bestandsnah und bestandsfern. Die erste Variante ist unter dem Begriff „Alpha E“ vom Dialogforum Schiene Nord 2015 geschnürt worden und wurde vom Beirat Alpha E begleitet. Die „Alpha E-Variante“ sieht unter anderem einen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Hamburg – Hannover über Lüneburg und Celle vor. Doch daneben arbeitet die Bahn auch an weiteren Varianten, so auch an einer bestandsfernen Trasse entlang der Autobahn 7.

Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen – Hannover Foto: A. Rakowski

Mit konkreten Informationen hält sich die Bahn aber weitgehend zurück, besonders zur umstrittenen Neubaustrecke entlang der A 7. Der Landkreis Harburg und die Kommunen stellten daher den vorliegenden Informationsstand den Bürgerinnen und Bürgern vor, mögliche Folgen der Planungen verdeutlichten Landrat Rainer Rempe, der Egestorfer Bürgermeister und BI-Sprecher Christian Sauer sowie VNP-Geschäftsführer Marc Sander. Dr. Peter Dörsam, Sprecher des Projektbeirates Alpha E, erläuterte die bisherige Entwicklung und die Planungen der Bahn, soweit sie denn bekannt sind. Die Bahn war zu der Veranstaltung eingeladen, hatte aber keinen Vertreter geschickt und trotz mehrfacher Nachfrage auch keinerlei Unterlagen zur Verfügung gestellt. „Das ist symptomatisch für das ganze Verfahren“, stellte Landrat Rainer Rempe fest. „Die Bahn arbeitet nicht mit offenen Karten. Uns werden bewusst Informationen vorenthalten und keine Fragen beantwortet. Das ist eine Unverschämtheit und an Arroganz nicht zu überbieten.“

Das Land Niedersachsen, der Landkreis und die Kommunen fordern gemeinsam anstelle von utopischen Planungen an der A7 die Realisierung der Ausbauplanung Alpha E. „Bei einem Neubau würden Naturräume und Siedlungsgebiete brutal durchschnitten und einige Orte inselartig zwischen Autobahn und Bahn eingeschlossen. Aber unsere Bedenken werden bisher nicht berücksichtigt“, kritisierte Landrat Rempe. „Das werden wir nicht hinnehmen.“ Unterstützung finden Landkreis und Kommunen dabei beim Land Niedersachsen, wie Verkehrsminister Dr. Althusmann deutlich machte. Landesregierung und Landtag stünden einhellig hinter den Alpha-E-Planungen und lehnten einen Trassenneubau an der A 7 ab. Die Landesregierung werde vom Bund als Bahn-Eigentümer zudem fordern, dass alle Informationen auf den Tisch gelegt werden.

Die Zeit drängt: Bereits im Herbst möchte die Bahn die Vorplanungen beim Eisenbahnbundesamt und bei der Bundesregierung zur Beschlussfassung einreichen. Eine vorherige Beteiligung von Landkreis, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger ist offenbar nicht vorgesehen. Um zu informieren und zu sensibilisieren, organisierten Landkreis und Kommunen die Infoveranstaltung, weitere sollen folgen. Am Freitag verdeutlicht Landrat Rainer Rempe bei einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium die Position der Region. „Wir werden das Verfahren weiter extrem kritisch im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger begleiten“, so Rempe. Wichtig sei es, dass sich auch die Menschen vor Ort weiterhin engagierten.

Die Informationen und vorliegenden Pläne, die bei der Veranstaltung vorgestellt wurden, sind in Kürze auf den Internetseiten des Landkreises nachzulesen.

Trassenplanungen der Bahn für eine Strecke Hamburg/Bremen – Hannover Foto: A. Rakowski
v.l. Steffi Menge, Sabine Schulz-Rakowski, Michael Cramm

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